„Wo Ehe draufsteht, soll Ehe drin sein“

Der Begriff „Ehe“ steht für die verbindliche Beziehung von Mann und Frau. Und wo Ehe draufsteht, soll Ehe drin sein. „Allen das Gleiche“ geht an der Realität und den Bedürfnissen der Kinder vorbei.

Von Regula Lehmann

Ehe und Familie sind nicht voneinander zu trennen. Nur Mann und Frau haben das Potential, auf natürliche Weise Kinder zu bekommen. Eine zukunftsgerichtete Gesellschaft fördert und schützt darum die natürliche Familie. Weil Kinder unsere Zukunft sind.

Homosexuelle Paare sind bereits durch die eingetragene Partnerschaft weitestgehend der Ehe gleichgestellt worden – mit Ausnahme der Adoption und künstlichen Zeugung von Kindern. Und diese letzte Unterscheidung stellt in Hinblick auf das Wohl des Kindes eine rote Linie dar, die nicht überschritten werden darf. Wird der Ehebegriff für alle geöffnet, wird auch der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin mit massivem Druck gefordert und – ohne weitere Volksabstimmung – auf gerichtlichem Weg erzwungen werden.

Das Kindeswohl geht vor. Immer. Samenspende, Eizellenspende und Leihmutterschaft verletzen das Kindeswohl. Und sie missachten das Recht des Kindes, bei seinen biologischen Eltern aufzuwachsen. In der UN-Menschenrechtskonvention heisst es in Art. 3: „Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, (…) ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“ Und Art. 9 formuliert das Recht des Kindes, bei seinen Eltern zu leben: es sei denn, ein solches Zusammenleben werde als unvereinbar mit dem höheren Interesse des Kindes betrachtet.

Kindern bei Leihmutterschaft eine traumatische Trennung von der austragenden Mutter zuzumuten, um die Wünsche Erwachsener zu befriedigen, ist nicht akzeptabel. Wir wissen heute, wie wesentlich die vorgeburtliche Bindung für eine gesunde Entwicklung ist.

Reife bedeutet auch, Grenzen zu akzeptieren. Liebe stellt eigene Interessen zurück und sucht das Beste für das Kind. Auch wenn dies für den Erwachsenen Verzicht und Schmerz bedeutet. Es gibt kein Recht auf Kinder. Weder für homosexuelle noch für heterosexuelle Paare. Kindeswohl statt Befriedigung von Erwachsenenbedürfnissen. Weil Kinder unsere Zukunft sind.

Elterncoach und Buchautorin Regula Lehmann leitet bei Zukunft CH Familienprojekte und war am 18. Mai 2018 in der „Arena“ des Schweizer Fernsehens SRF zum Thema „Sollen Tamynique heiraten dürfen?“ zu Gast.

2018-05-19T10:31:42+00:00 17.05.2018|