Statistik 2018: mehr Scheidungen, weniger Ehen, weniger Geburten

Im Jahr 2018 hat die Zahl der Scheidungen in der Schweiz zugenommen. Eheschliessungen und eingetragenen Partnerschaften wie auch Todesfälle und Geburten haben hingegen abgenommen. Die gleichen Trends zeigten sich auf kantonaler Ebene, so das Bundesamt für Statistik (BFS).

2018 wurden 16’200 Scheidungsurteile ausgesprochen; dies entspricht einer Zunahme um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Während bei den Scheidungen von zwei Schweizer Staatsangehörigen und von gemischt-nationalen Ehepaaren ein Rückgang zu verzeichnen war (-6,1 % bzw. -0,9 %), erhöhte sich die Zahl der Scheidungen von zwei ausländischen Staatsangehörigen (+23,4 %). Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung liegt nach wie vor bei 15 Jahren. Bei Fortsetzung der 2018 beobachteten Trends ist davon auszugehen, dass zwei von fünf Ehen (39,5 %) eines Tages mit einer Scheidung enden.

Von diesem Trend waren die meisten Kantone betroffen. Lediglich in den Kantonen Freiburg, St. Gallen, Obwalden, Bern, Waadt, Jura, Schwyz, Schaffhausen und Uri war eine Abnahme der Scheidungen festzustellen.

Weniger Eheschliessungen und neu eingetragene Partnerschaften

Im Verlauf des Jahres 2018 wurden 39’800 Ehen geschlossen, 2,0 % weniger als 2017. Dieser Rückgang betraf sowohl die gemischt-nationalen Eheschliessungen (-3,4 %) als auch diejenigen zwischen ausländischen Staatsangehörigen (-5,8 %). Demgegenüber blieb die Zahl der Eheschliessungen zwischen Schweizer Paaren relativ stabil (+0,4 %). Seit Mitte der 90er-Jahre verharrt die Zahl der Eheschliessungen bei rund 40’000 pro Jahr, während die Bevölkerung weiterwächst. Das heisst die Bereitschaft zu heiraten nimmt weiter ab. In fast allen Kantonen wurden weniger Ehen geschlossen. Lediglich die Kantone Schaffhausen, Glarus, Wallis, St. Gallen, Genf, Freiburg, Zug und Obwalden registrierten eine Zunahme. Auch die eingetragenen Partnerschaften gingen um 13,2 % zurück.

2,9% weniger nicht eheliche Geburten

Die Geburtenzahl ging von 87’400 im Jahr 2017 auf 85’300 im Jahr 2018 zurück (-2,4 %). Die Geburtenziffer wird auf Basis der provisorischen Daten auf 1,47 Kinder pro Frau geschätzt. Das Durchschnittsalter der Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes stieg erneut an und liegt nun bei 30,9 Jahren. Von den geborenen Kindern kommt jedes vierte Kind nicht ehelich auf die Welt. Erstmals seit 2002 reduzierte sich dieser Wert: von 22’000 im Jahr 2017 auf 21’400 im Jahr 2018 (-2,9 %).

Weniger Todesfälle bei den Männern als bei den Frauen

Trotz zwei Rekordständen zu Beginn des Jahres 2018 hat sich die Zahl der Todesfälle leicht verringert. 2018 sind in der Schweiz 66 700 Menschen gestorben, dies sind 300 weniger als im Vorjahr (-0,5 %). Bei den Männern (-0,9 %) war dieser Rückgang stärker ausgeprägt als bei den Frauen (-0,1 %). Fast alle Kantone waren von diesem Trend betroffen.

Quelle: Provisorische Ergebnisse der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik

2019-03-13T15:56:55+00:00 26.02.2019|