Der Grosskredit des Bundes über 120 Millionen Franken zur Startmotivation bei der Eröffnung neuer Kinderhorte, offiziell mit „Anschubfinanzierung“ bezeichnet, wurde bereits vollständig ausgegeben und soll deshalb in diesem Jahr mit weiteren 30 Millionen und 2011 nochmals um 80 Millionen Franken erweitert werden. Dies berichtet die NZZ am Sonntag vom 25.4.2010. Die heutige Situation sei „absolut ärgerlich“, findet SP-Nationalrätin Hildegard Fässler, die den Verein Kindertagesstätten Schweiz präsidiert. Es gebe bereits Krippen, die ihre Eröffnung wegen ausbleibender Bundessubvention hätten späterlegen müssen. Es würden damit insbesondere die ländlichen Regionen bestraft, weil es hier länger dauere, bis ein Hort eröffnet werden könne als in städtischen Gebieten, doppelt ihre CVP-Kollegin Lucrezia Meier nach. SP-Nationalrat Jean-François Steiert fordert deshalb vom Bundesrat in einer breit abgestützten Motion per sofort weitere finanzielle Mittel, um die „erfolgreiche Politik“ der Startsubvention von Horten fortführen zu können.
Die breit beklatschte Forderung von SP-Nationalrat Jean-François Steinert nach weiteren Hortmillionen zeigt es einmal mehr: Vertreterinnen und Vertreter des klassischen Familienmodells werden auch in unserem Land immer wieder diskriminiert. Was über Zehntausende von Jahren sicher vielerorts nicht perfekt war, aber meist gut funktioniert hat, die Menschheit vor dem Aussterben bewahrte und ihr auch eine artgerechte Umgebung ermöglichte, soll, ja muss mit aller Gewalt vernichtet werden. Dahinter steht das Konzept der „Gender Mainstreaming“-Ideologie, wonach sich Männer und Frauen ausser zwischen den Beinen in keinem Punkt mehr unterscheiden dürfen. Geborene Kinder stören ihre Mutter bei einer zu verfolgenden „seligmachenden“ Berufskarriere, welche die Frauen endlich zu Machtmännern verwandeln soll. Also weg mit den Kindern in staatlich bezahlte Horte! Bei diesem ganzen Wahn will die moderne, aufklärerische Politik vom wichtigsten ihrer eigenen Dogmen, dem bedingungslosen Humanismus, jedoch nichts hören: Die direkt betroffenen Kinder, als Menschen immerhin das Zentrum des Humanismus, werden zu ihrer eigenen Horteinweisung nicht befragt, sondern haben sich der egoistischen und diktatorischen Karrierepolitik ohne Wenn und Aber zu unterwerfen. Und der Steuerzahler hat dafür – am besten ohne zu darüber nachzudenken – uneingeschränkt Gelder abzuliefern.

R.W.