Am 5. und 6. Februar 2015 trafen sich in Freiburg im Breisgau hochrangige Vertreter der Gender Studies aus der Schweiz und Deutschland zu einem Symposium mit dem Titel: „Akademischer Feminismus – Produktion und Transfer von Genderwissen“. Verantwortlich für die Ausrichtung des Anlasses war u.a. das Basler Zentrum für Gender Studies, das von Schweizer Steuerzahlern mitfinanziert wird.

Von Dominik Lusser

Wissen, so stand schon in der Einladung zum Anlass geschrieben, sei immer „von den Bedingungen seiner Produktion gezeichnet und von vornherein mit politischen Interessen verwoben“. Gerade die Frauen- und Geschlechterforschung habe die politische Dimension von Forschung immer zugegeben. Kontrovers sei lediglich die Frage, worin der politische Anspruch der eigenen Forschung bestehe.

Dekonstruktion der Wissenschaft

Jedem einigermassen gebildeten Menschen ist klar, dass keine wissenschaftliche Theorie im elfenbeinernen Turm entsteht. Das menschliche Bemühen um Erkenntnis ist immer historisch und kulturell beeinflusst. Zudem ist der Forschende auch immer ein Interessierter, dem es um etwas geht. Aufgrund dieser Bedingtheiten dem Menschen allerdings die Fähigkeit zur Erkenntnis objektiver Wahrheiten prinzipiell abzusprechen, ist eine ebenso willkürliche wie strategisch unentbehrliche Prämisse der Geschlechterforschung.

Die Diskurstaktik der Gender-Theoretiker ist es nämlich, die anderen Wissenschaften ebenfalls zu dem zu erklären, was sie selbst sind: eine Ideologie. Das Mittel dazu ist, wie am 18. Februar 2014 in einem exzellenten Kommentar der „Wirtschaftwoche“ zu lesen war, die sogenannte „Naturwissenschaftsforschung“, durch die die Forschungserkenntnisse z.B. der Biologie „dekonstruiert“ werden. „Die Biologie wird da als eine von männlichem Machtwillen geprägte Disziplin dargestellt, deren Ansinnen es sei, die patriarchalische Geschlechterordnung zu untermauern.“

Blinder Wille zur Macht

Die Gender Studies behaupten also, dass es so etwas wie objektive wissenschaftliche Erkenntnis gar nicht geben kann. Es gäbe nur unter dem Einfluss der jeweiligen Herrschaftsverhältnisse hergestelltes Wissen. Somit wird nicht nur der ganze Bereich der Forschung und der Bildung in noch nie dagewesenem Masse zum Kampffeld der Geschlechterpolitik erklärt. Die Gender Studies geben somit auch zu, dass es ihnen letztlich um nichts anderes geht also um die Macht, den gesellschaftlichen Diskurs über das, was Familie und Geschlecht heute zu sein haben, nach ihrem Gutdünken zu kontrollieren.

So aber können die Genderistinnen, für die es nur den blinden Willen zur Macht gibt, nicht klarmachen, wieso gerade ihre politische Agenda zu einer besseren Gesellschaft führen soll als jede beliebige andere.

Anlass dazu, den eigenen „erkenntnistheoretischen“ Ansatz zu rechtfertigen, sehen die Gender Studies nicht zuletzt im Ideologievorwurf, der von den Organisatoren als „ständig präsent“ beschrieben wird. So bildete der Abschluss der Tagung ein Podium zum Thema „Ideologisch und realitätsfern? Geschlechterforschung unter Legitimationsdruck“. Unter den Diskutanden war auch die/der Schweizer „Queer-Aktivist_in Yv E. Nay“, die/der es sich zum Beruf gemacht hat, ihre/seine Geschlechts-Identität zu verschleiern. Nun, vertuschen kann man viel! Objektive Tatsache aber ist, dass es auch über Nays Geschlecht eine Wahrheit gibt. Daran wird auch ihre/seine vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Dissertation über Homo- und Trans-„Familien“ nichts ändern. Das Geschlecht kann man nicht wählen. Mann kann es nur annehmen, oder dagegen rebellieren!