Unter dem Motto „Wir schweigen nicht“ findet am 9. Juli von 16 bis 17.30 Uhr auf dem Bundesplatz in Bern eine Kundgebung statt, um auf die weltweite Christenverfolgung aufmerksam zu machen. Denn überall auf der Welt sind Christen Opfer von Gewalt, Diskriminierung und Verfolgung.

Gemäss dem Weltverfolgungsindex 2022 des Hilfswerks Open Doors wuchs die Unterdrückung gegen Christen auch im letzten Jahr weiter an. Demnach sind mehr als 360 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt.

Mit kreativen Solidaritätsaktionen (Strassenaktionen, Flashmob und Schweigeminute und Gebet) will die Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz mit der Kundgebung nun ein Zeichen der Ermutigung an bedrängte und verfolgte Menschen senden, wofür 500 Holzkreuze aufgestellt werden. Diese sollen ein Massengrab symbolisieren.

Christenverfolgung und islamische Länder

Derzeit findet die grösste Christenverfolgung aller Zeiten statt. War vor 100 Jahren noch jeder fünfte Bewohner des Orients Christ, sind es heute noch höchstens 5 Prozent. Im Irak haben rund drei Viertel aller Christen inzwischen das Land verlassen. Die Zahl der Christen im Land schrumpfte von über 1 Million auf weniger als 300‘000. Eine der ältesten christlichen Kulturen der Welt steht damit vor dem Aus. In Syrien machten die Christen bis vor dreieinhalb Jahren knapp zehn Prozent der 22 Millionen Einwohner zählenden Bevölkerung aus. In der Zwischenzeit hat etwa ein Drittel von ihnen das Land verlassen. In vielen Ländern findet eine gezielte Vertreibung und Verfolgung der Christen statt. Dabei sind fast alle Länder, in denen Christen brutal unterdrückt werden, islamisch geprägt.

Infos unter: Kundgebung „Wir schweigen nicht!“