Was die Saudis unter Dialog verstehen

Das „König-Abdullah-Interkulturell-Interreligiöse Dialogzentrum“ (KAICIID) in Wien ist seit seiner Gründung 2011 als saudi-arabisches Täuschungsmanöver im Dienst islamischer Weltmission verrufen. Noch dazu eines radikalen Wahhabiten-Islams, der im Umgang mit Andersgläubigen weder Dialog noch Toleranz kennt. Nun soll dieses düstere Bild aufgehellt werden – mithilfe eines Spiels …

Von Heinz Gstrein

Das KAICIID, an dem auch der Vatikan beteiligt ist, hat Anfang September unter dem Beifall österreichischer liberaler Katholiken ein Brettspiel für Kinder und Jugendliche mit dem Namen „Dialogo“ vorgestellt. Es soll schon Zehnjährigen helfen, „Missverständnisse zu überwinden und Respekt vor anderen Menschen zu lernen.“ Genau an dem lassen es wir Christen nach gängiger Muslimansicht fehlen.

Entwickelt wurde „Dialogo“ in Chicago vom Studio „Mumkin“. Der arabische Name bedeutet „Es ist möglich, wir können es!“. Auch das Wort „Muslim“ steckt in der angeblich religionsneutralen Bezeichnung.

Dialoge in islamischer Geschichte meist Inquisitionsprozesse

Dialoge wurden schon zu Anfang des Islams von Mohammed mit den Juden von Medina geführt. Als Ergebnis des Religionsgesprächs folgte ihre Zwangsbekehrung oder Vertreibung. Dasselbe war eine Generation später bei den Christen von Nadschran im Jemen der Fall. Seitdem hatten die meisten der relativ häufigen Dialoge von Muslimen mit Andersgläubigen den Charakter von Inquisitionsprozessen. Die Nichtmuslime mussten ihren Glauben rechtfertigen, vornehmlich jenen an die göttliche Dreifaltigkeit, die Gottheit Jesu Christi und seine Kreuzigung, die vom Islam ebenfalls geleugnet wird. Da ihnen das bei den muslimischen „Dialogpartnern“ nicht gelang, wurden sie hingerichtet, ausgetrieben oder zu einem Dasein als Bürger zweiter Klasse im islamischen Staat verurteilt.

Aufwärmer, Flaschengeister und sprechende Tiere

Davon ist in dem neuen Spiel „Dialogo“ keine Rede. Nicht einmal Allah oder der Koran werden erwähnt. Doch erweist sich mit psychologischer Meisterschaft alles so angelegt, dass gerade junge Christen von ihrem Glauben weggespielt und dem Islam zugespielt werden. Gleich in der Spielkartengruppe „Aufwärmer“ kommen suggestive Anreize zum Einsatz, ersetzen Reime, Pantomimen, Gesang, Tanz sowie „Gefühlswörter“ alle Verstandesargumente, treten typisch orientalische Flaschengeister und sprechende Tiere auf. Bei den „Sichtweisen“ kommen dann Rätsel an die Reihe, die es zu hinterfragen gilt, ein Abnabeln von Eltern und Vorfahren, das Kosten von unbekannten, köstlichen Speisen – denn auch die Liebe zum Islam geht durch den Magen …

Eisbrecherkarten decken wahre „Dialog“ziele auf

Darauf sehen sich die Spielerinnen und Spieler mit „Eisbrecherkarten“ konfrontiert. Da fallen die dialogischen Floskeln ab, wird Bereitschaft gefordert, die „Enge“ des eigenen Erbes und damit auch den alten, „vorislamischen“ Glauben abzustreifen. Allerdings ist es ein beschönigter Islam, von dem es heisst. „Wir haben uns Worten verschrieben, nicht dem Krieg. Niemand macht aus einem Löffel ein Schwert!“. Das verkündet ein KAICIID, dessen Sponsor Saudi-Arabien Schwerter in Fahne und Wappen, im Jemen einen der blutigsten Kriege unserer Tage führt.

Die ganze islamische Dialog-Propaganda erinnert an die Friedensbewegung der Sowjetunion, die das Streben Moskaus nach Weltherrschaft verschleiern sollte. KAICIID versucht nun Sand darüber in die Augen zu streuen, dass es sich bei ihm um ein Werkzeug des Muslim-Imperialismus handelt.

2018-10-03T06:01:23+00:00 18.09.2018|