St. Gallen: Rachid Nekkaz will Bussen für Rechtsbruch übernehmen

Nachdem die Gesichtsverschleierung im Kanton St. Gallen seit dem 2. September 2018 verboten ist, will der französische Immobilienhändler algerischen Ursprungs Rachid Nekkaz am 3. Oktober in Begleitung einer verschleierten Frau nach St. Gallen reisen. Dort will er erklären, dass er die Bussen von verschleierten Frauen in St. Gallen übernehmen werde.

Gegenüber RADIO TOP vom 29. September 2018 sagte Nekkaz, es sei seine Mission zu erklären, dass Frauen, die eine Vollschleier tragen, keine Gefahr repräsentieren würden – weder für die Freiheit, noch für die Sicherheit der Schweiz. „Ich werde während 20 Jahren die Bussen von verschleierten Frauen in St. Gallen bezahlen,“ so Nekkaz weiter.

Der Immobilienhändler war am 11. September in Dänemark, wo die Gesichtsverschleierung seit dem 1. August 2018 offiziell verboten ist. Auch dort reiste er hin, um die Busse von Frauen zu bezahlen, die sich dem neuen Gesetz widersetzen. Dort hat er zudem die dänische Regierung vor dem Parlament stark kritisiert. Der Muslim gründete sogar die Organisation „Touche pas à ma constitution“ („Rühr‘ meine Verfassung nicht an“), die sich mit der Bezahlung dieser Bussgelder beschäftigt. Bezahlt hat er bis jetzt 315‘000 Euro Bussgelder.

Zum Thema: Unser Kommentar des Monats

2018-10-26T18:05:39+00:00 01.10.2018|