Nach Berichten österreichischer Medien hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine Broschüre herausgegeben, in der sie ernsthaft darauf hinweist, „dass die Durchführung der Steinigung eindeutig Nachteile für Frauen aufweist…“ Denn Männer würden bei einer Steinigung nur bis zur Hüfte, Frauen hingegen bis zu den Schultern eingegraben. „Dies ist bedeutend, weil im Falle des ‚Sich-Befreiens‘ der (oder des) Verurteilten eine Begnadigung durchgesetzt werden kann. Dies ist bei Männern somit weitaus wahrscheinlicher“, heißt es auf Seite 12 in dem Heftchen „Tradition und Gewalt an Frauen“.

Die Absurditäten ums „Gendern“ kennen offenbar keine Grenzen, kommentiert die Krone-Zeitung die Broschüre der SPÖ-Ministerin. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl nahm diese Zeilen zum Anlass, um eine parlamentarische Anfrage betreffend die „SPÖ-Forcierung gendergerechter Steinigungen“ zu stellen. „Unfassbar“ findet Kickl, dass es in der Broschüre „offensichtlich nicht darum geht, die generell ablehnende Haltung Österreichs gegenüber Hinrichtungen klar zum Ausdruck zu bringen“.