Am Nachmittag des 18. Septembers nahmen rund 1‘000 Personen aus der Schweiz und dem Ausland am „Marsch für s‘Läbe“ in der Zürcher Innenstadt zugunsten des ungeborenen Lebens teil. Bereits vor dem eigentlichen Marsch begründeten die Organisatoren Daniel Regli von der Familienlobby Schweiz und Christoph Keel von Human Life International auf dem Helvetiaplatz ihre Initiative: „Die Aufklärung hat die Religion samt ihren Werten in die Privatsphäre verbannt. Die Keimzelle jedes Staates ist die Familie und diese beginnt im Mutterleib. Der Anfang unserer Bundesverfassung (‚Im Namen Gottes‘) steht in krassem Widerspruch zur gültigen Fristenregelung.“ Nach den Zeugnissen einer Mutter, die abgetrieben und danach „die Hölle durchlebt“ hatte sowie einer 15-jährigen Teenagerin, die auf Anraten der Ärzte hätte abgetrieben werden sollen und kerngesund geboren wurde, zeigte sich auch Referentin und SVP-Nationalrätin Yvette Estermann schlagfertig: „Ihr wisst noch nicht, dass ihr unsere Freunde seid!“, rief sie einer grösseren Gruppe schwarz gekleideter Personen zu, welche die Kundgebung immer wieder zu stören versuchte. Der Bekenntnismarsch via Bahnhofstrasse löste zahlreiche Diskussionen unter den Passanten aus und veranlasste u.a. eine Gruppe Jugendlicher, die Teilnehmer mit rohen Eiern und faulem Obst zu bewerfen. Die Marschierenden liessen sich davon jedoch nicht beeindrucken und setzten ihren Marsch friedlich fort. Die Veranstaltung endete mit einem Gottesdienst auf dem Helvetiaplatz und mit dem Start einer Unterschriftensammlung, um die momentane Abtreibungssituation später auch politisch angehen zu können.

R.W.