Das Schweizer Volk hat am 14. Juni mit seinem JA zur PID entschieden, das Los der Behinderten in unserem Land drastisch zu verschlechtern. Im Reagenzglas befruchtete Eizellen dürfen nun auf Krankheiten untersucht werden, bevor man den Embryo in die Gebärmutter einpflanzt. Kranke und behinderte Embryos werden weggeworfen. Das ist nichts anderes als Rassenhygiene! Ein fataler Versuch, eine Gesellschaft möglichst behindertenfrei zu machen.
Der Mehrheit der Schweizer meint mit ihrem JA zur PID einmal mehr, das Glück in die eigene Hand zu nehmen. Vergebliche Hoffnung! PID ist wie auch die Abtreibung ein Kurzzeit-„Erfolg“. Betroffene lösen damit vermeintlich ein drängendes Problem der Gegenwart, sie vergessen aber die überaus schmerzlichen Langzeitfolgen. Eltern, die ihr Kind im Reagenzglas zeugen lassen, mögen sich nach PID jubelnd auf ein gesundes Kind freuen. Die Verachtung und Ausgrenzung von „Behinderung“ wird in ihrem Leben jedoch unweigerlich bittere, lebensfeindliche Früchte hervorbringen. Diese Gesetzmässigkeiten der Liebe und des Lebens sind unauflöslich und somit nicht zu umgehen. Traurig, dass das Schweizer Volk immer wieder auf böse Rattenfänger reinfällt.

Die Organisationen, welche die NEIN zu PID-Kampagne verantwortet haben, starten nun ein Referendum. PID ist nur ein Teil des Fortpflanzungsmedizin-Gesetzes. Somit kann gegen die PID im Einzelnen das Referendum erhoben werden. Das Schweizer Volk wird also noch einmal darüber abstimmen, ob man die Verachtung und Eliminierung von Behinderten umsetzen will. Auch am Marsch fürs Läbe vom 19. September 2015 sollen Unterschriften für das Referendum gesammelt werden. Wie das OK des Marschs mitteilte, will man alles daran setzen, das Lebensrecht behinderter und kranker Menschen in der Schweiz zu schützen.