Deutschland: Islam-Zentren auf dem Vormarsch

Zum Wintersemester 2019/20 startet das umstrittene Islam-Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dies berichtet die Universität auf ihrer Homepage. Der Start der Ausbildung zum Islam-Lehrer musste indes bereits verschoben werden, weil der Akademische Senat die Zeit zur Vorbereitung als zu kurz erachtete.

Damit bietet die Universität erstmals ein Studienangebot für das Fach „Islamische Theologie“ an. Zu den ausgeschriebenen Fächern gehören Islamische Textwissenschaften (Koran und Hadith), Islamisches Recht, Islamische Glaubenspraxis, Religionspädagogik, Islamische Philosophie, Mystik, Islamische Geschichte sowie Islam in der Gegenwart. Darüber hinaus werden Sprachkenntnisse des Arabischen vermittelt. Damit will man Islamische Theologen und Religionslehrer ausbilden. Es gebe bereits 240 Bewerbungen, 80 hatte man erwartet. Am Ende werden es wohl 150 bis 180 Studenten werden, schätzt die Institutsleitung.

„Das Studium der islamischen Theologie wird ein Kracher“, sagte der Gründungsdirektor des Instituts, der Historiker Michael Borgolte gegenüber der Tageszeitung „Berliner Morgenpost“ vom 28. Juli 2019. Das Institut erhält 5,7 Millionen Euro Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Bund fördert bereits seit 2011 deutschlandweit fünf Zentren für Islamische Theologie in Tübingen, Frankfurt, Münster, Osnabrück und Erlangen-Nürnberg.30

2019-09-26T08:48:05+00:00 30.09.2019|