Gemäss dem „Globalen Mädchenbericht 2021“ sterben weltweit täglich 60 Mädchen wegen Kinderehen. Das sind 22’000 jedes Jahr.

Der „Globale Mädchenbericht 2021: Die Rechte der Mädchen in Krisen“ der internationalen Organisation „Save the Children“ vom 11. Oktober 2021 zeigt erschreckende Zahlen: Es wird erwartet, dass bis 2030 weitere 10 Millionen Mädchen verheiratet werden.

Eine Kinderehe bedeutet nicht selten ein Todesurteil für die Mädchen: Denn Kinderehen sind ein entscheidender Grund für Teenager-Schwangerschaften, der weltweit häufigsten Todesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Frühverheiratung sei eine der schlimmsten und tödlichsten Formen sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Mädchen, sagt Inger Ashing, Geschäftsführerin von „Save the Children International“. Denn: „Jedes Jahr werden Millionen Mädchen in Ehen gezwungen, oftmals mit viel älteren Männern. Sie dürfen nicht länger Kinder sein, müssen die Schule verlassen und sogar ihr Leben ist in Gefahr.“

Selbst in Ländern, in denen Kinderehen illegal sind, ist die Praxis noch immer verbreitet. Laut „Save the Children“ hat West- und Zentralafrika die höchste Kinderheiratsrate der Welt und ist für fast die Hälfte (9’600) aller geschätzten Todesfälle durch Kinderheirat weltweit verantwortlich. In dieser Region sei die Sterberate bei Müttern im Teenageralter viermal so hoch wie in anderen Teilen der Welt.

Mehr Infos in dem Bericht: www.savethechildren.ch