Menschen unserer Zeit, die an Gott glauben, befinden sich in bester Gesellschaft mit 40 Prozent der heute tätigen Naturwissenschaftler, sagt einer der renommiertesten Wissenschaftler der Gegenwart, Francis Collins. Dr. Collins leitete das internationale Team von Forschern, die im Juni 2000 Geschichte schrieben, als sie ankündigten, sie hätten das gesamte menschliche Erbgut entschlüsselt (The Human Genome Project). Das Time Magazin nannte ihn „den Mann, der das Erbgut knackte“. Collins ist praktizierender Christ und Autor des kürzlich erschienenen New York Times – Bestsellers „The Language of God“ (deutsche Ausgabe: Gott und die Gene, Ein Naturwissenschaftler begründet seinen Gottesglauben, 2008)
In einem Bericht von CNN sagte Dr. Collins vor zwei Jahren: „Als Direktor des „Human Genome Project“ habe ich einen ganzen Stab von Forschern angeleitet, die 3,2 Billionen Buchstaben des menschlichen Erbgutes, also unser eigenes DNA Anleitungsbuch zu lesen. Als gläubiger Christ sehe ich die DNA, die Informationsmoleküle allen Lebens, als Sprache Gottes – und die Eleganz und Komplexität unserer eigenen Körper sowie den Rest der Natur als Reflexion von Gottes Plan. Ich habe herausgefunden, dass es eine wunderbare Harmonie zwischen den komplementären Wahrheiten von Wissenschaft und Glaube gibt. Der Gott der Bibel ist auch der Gott des Erbgutes. Gott kann in einer Kathedrale oder in einem Labor gefunden werden. Auf dem Weg zur Erforschung von Gottes majestätischer und erhabener Schöpfung kann die Wissenschaft sogar zu einem Mittel der Anbetung werden.“(3)

Wie ermutigend ist es, wenn Collins so offen, klar und überzeugend über die Übereinstimmung von Wissenschaft und Glaube spricht!(4) Denn in unserer Zeit erfahren wir zunehmend eine Art von Zensur, die man „Politische Korrektheit“ nennt und die teilweise zu einer Einschränkung der Freiheit der Wissenschaft führt. Um eine bestimmte Ideologie zu fördern, wird so die Objektivität der Forschung von vorne herein verletzt. Diese Tendenz findet leider auch in vielen Fällen eine Fortsetzung in einer Gesetzgebung, die Ideologien durchsetzen soll.

Dazu fünf aktuelle Beispiele:

1. Recht auf Leben:
Im Mainstream der Medien ist es heutzutage schon fast unmöglich, über das unveräusserliche Recht des Menschen auf Leben zu reden, wenn dieser Mensch ein noch ungeborener Mensch ist. Menschen werden mit Gefängnisstrafen bedroht, wenn sie still vor Abtreibungskliniken beten. Und manche Medien verdrehen die Dinge oft so, dass protestierende Anwälte in dieselbe Kategorie wie Terroristen gesteckt werden.

2. Veränderung der sexuellen Orientierung:
Es ist kaum mehr möglich, sich ohne empfindliche Drohungen oder gar Verfolgung offen über die Möglichkeit einer Veränderung der sexuellen Orientierung zu äussern – nicht einmal für Menschen, die eine solche Veränderung in ihrem eigenen Leben positiv erfahren haben. (5)

3. Verhinderung konkreter Hilfsmöglichkeiten:
Zum grossen Nachteil für viele, die Hilfe suchen, werden wissenschaftliche Untersuchungen über die Gründe und Therapie von gleichgeschlechtlicher Anziehung durch einschüchternde Aktivitäten einer politischen Lobby unterdrückt.

4. Schöpfung oder Evolution/Darwinismus:
Viele Wissenschaftler werden heutzutage angegriffen, wenn sie irgendwelche wissenschaftlichen Vorbehalte gegenüber den Dogmen des Darwinismus äussern. (6)

5. „Ideologische Gesetzgebung“:
Die Europäische Union arbeitet zur Zeit an einer weiteren so genannten „Anti-Diskriminierungs-Richtlinie“, welche die freie Meinungsäusserung – speziell zu bestimmten sexuellen Verhaltensweisen – bedroht.(7) Die darin vorgesehene Beweislastumkehr ist eine weitere Gefahr für die Meinungsfreiheit.

Wenn wir in die Geschichte zurückblicken, sind wir meist sehr beeindruckt von jenen Menschen, die durch die jeweiligen Täuschungen des Zeitgeistes hindurchgeblickt haben und die trotz der möglichen negativen Konsequenzen von Ablehnung und Verfolgung klar darüber gesprochen haben.

Jene, die einfach nur mit „der Masse“ ihrer Zeit mitgingen, werden im nach hinein oft als die Getäuschten, Schwachen oder gar Feiglinge gesehen, die ihre Mitmenschen in Stich liessen. Wie Bischof Fulton Sheen einst so kraftvoll gesagt hat: „Nur tote Körper schwimmen mit dem Strom “.

So lasst uns die grossartige Herausforderung unserer Tage annehmen und mit Freude mehr über unseren Glauben lernen und ihn verteidigen. Der Glaube ist sehr vernünftig und wir brauchen uns hier nicht zu verstecken. Einer der grossen Denker des vergangenen Jahrhunderts hat es so zusammengefasst:

“Glaube und Vernunft sind wie die beiden Flügel, auf welchem der Geist des Menschen zur Betrachtung der Wahrheit aufsteigt; und Gott hat in jedes menschliche Herz den Wunsch gelegt, die Wahrheit zu erkennen – mit einem Wort, Ihn selbst zu erkennen – so dass durch diese Erkenntnis und Liebe zu Gott Männer und Frauen zur Fülle der Wahrheit über sich selbst kommen.“(8)
Johannes Paul II.

Quelle: Europe4Christ
Barbara Vittucci ist Musikerin und lebt in Wien.

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1)Barnett, L., „The Universe and Dr. Einstein“, New York, London: , Bantom Books, 1974, Seiten 108-109.

(2)1 Petrusbrief 3:15: (bitte aus der Bibel den Originalsatz abschreiben!)“Always be prepared to give an answer to everyone who asks you to give the reason for the hope that you have. But do this with gentleness and respect.”

(3) Collins, Francis, „Why this scientist believes in God“, CNN.com, April 6, 2007. Editor’s note: Francis S. Collins, M.D., Ph.D., ist der Direktor des Human Genome Project. Sein neuestes Buch: „The Language of God: A Scientist Presents Evidence for Belief.“ edition.cnn.com/2007/US/04/03/collins.commentary/index.html

(4) Siehe auch: „God and the Genome“, Lecture at Stanford University, Feb. 2008. In seiner Rede diskutiert Dr. Collins die Verbindung zwischen Glaube und Wissenschaft in einer für Christen und Nicht-Christen fesselnden und belebenden Art. video.google.com/videosearch

(5) Ein berühmtes Beispiel dafür ist die Debatte um das italienische Lied “Luca era gay” von Giuseppe Povia (www.youtube.com)

(6) www.dissentfromdarwin.org/index.php
Siehe auch: The Case of DDrs. Richard Sternberg of the Smithsonian Institute www.rsternberg.net
Siehe auch: U.S. House Subcommittee Report Finds Institutionalized Persecution of Darwin Doubters, www.kolbecenter.org/fishwich.persecution.html
Siehe auch: www.discovery.org

(7) www.ccfon.org/view.php

(8) Enzyklika „Fides et Ratio“ Johannes Paul II, Über die Beziehung zwischen Glaube und Vernunft (vgl. Ex 33:18; Ps 27:8-9; 63:2-3; Jn 14:8; 1 Jn 3:2).

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Von Barbara Vittucci