Gender: Sprech- und Denkverbote an der Uni Bern?

„Die Universitäten machen kein Hehl daraus, dass sie das Denken ihrer Schutzbefohlenen steuern wollen. Alte Bilder und Gewohnheiten sollen überwunden werden, nicht nur auf dem Papier, auch in den Köpfen, schreibt Vizerektorin Doris Wastl-Walter in ihrem Vorwort zum brandneuen, 44 Seiten starken Sprachleitfaden der Universität Bern. Es sind 44 Seiten Belehrung über das richtige Denken und Abbilden. Von der Doppelnennung über das Binnen-I und den Schrägstrich bis hin zum Unterstrich und dem Gender-Stern gibt es alles. Nur eines ist pfui: das generische Maskulinum. Ideologische Anleitung hat an einer Universität nichts verloren. Dass sie im Genderbereich trotzdem fast widerspruchslos praktiziert und gefördert wird, zeigt den Grad der Verzagtheit, der sich gegenüber dem Diktat der politischen Korrektheit eingestellt hat. Wer sich wehrt, gilt als reaktionär, also ist man lieber still. So werden aus vermeintlich ‚freiwilligen‘ Sprachempfehlungen handfeste Sprech- und Denkverbote. Genauso funktioniert genormte Sprache, genauso funktioniert Soft Power.“

Aus: Claudia Wirz, Gendern in aller Herrlichkeit, NZZ vom 6. Februar 2018

 

Näheres zur Gedankenwelt des Radikalfeminismus im Allgemeinen und des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung der Uni Bern im Besonderen erfahren Sie im Tagungsbericht: Im Jammertal der Feministinnen

2018-02-19T13:41:40+00:00 06.02.2018|