Im Norden Äthiopiens liegt Waldeba, das Land der Mönche. Mehr als 1‘000 Klosterbrüder und Einsiedler leben in der Region und haben sich der Askese und dem Gebet verschrieben. Die Dokumentation begleitet den Wissenschaftler François Le Cadre, der über die Frühzeit der äthiopisch-orthodoxen Kirche forscht, und präsentiert die ersten Filmaufnahmen, die überhaupt in Waldeba entstanden sind.
In der Provinz Tigray im Norden Äthiopiens an der Grenze zu Eritrea liegt das abgeschlossene Territorium Waldeba, das ausschliesslich dem klösterlichen Leben vorbehalten ist. Hier führen etwa 1‘000 Mönche und Einsiedler fern von aller Öffentlichkeit ein abstinentes, dem Fasten und dem ständigen Beten gewidmetes Leben. In Waldeba zu sterben, bedeutet für die Mönche, auf direktem Wege ins Paradies zu gelangen.

Bislang gab es kein einziges Filmdokument über Waldeba. Doch jetzt durfte Filmemacher Jean-Louis Saporito François Le Cadre, Forscher am „Centre des Mondes Africains“, nach Waldeba begleiten. Le Cadre ist hierher gekommen, um die religiösen Praktiken der Mönche zu beobachten und Informationen über den heiligen Samuel zu sammeln, der im 14. Jahrhundert das bedeutendste Kloster gründete. Der Heilige Samuel geniesst in Äthiopien grosses Ansehen. Seine Lehre stützt sich auf die des Heiligen Antonius, der zu den Wüstenvätern gehörte, die die Stufe höchster Askese erreicht hatten und die auch heute noch an ähnlichen Orten in Äthiopien Nachahmer finden.

Nahezu die Hälfte der 80 Millionen Äthiopier gehört der christlichen Religion an und ist davon überzeugt, dass ihre äthiopisch-orthodoxe Kirche dem Urchristentum am nächsten steht.

Äthiopien und die ersten Christen
Dokumentation Frankreich 2011, 55 Min.
Auf Arte

Sendezeiten:
Samstag, 20.10.2012, 21:05
Mittwoch, 24.10.2012, 11.25 Uhr
Donnerstag, 1.11.2012, 11:00 Uhr
Sonntag, 11.11.2012, 10:50 Uhr