BAMF-Chef warnt vor andauernder Armut von Zuwanderern

Der Präsident des deutschen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Hans-Eckhard Sommer, warnt vor dauerhafter Armut von Asylsuchenden. Das berichtet die „Welt“ vom 27. November 2019 unter Berufung auf die Funke-Zeitungen. „Das kann nicht gut für die Gesellschaft sein, wenn die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben sollen“, sagt Sommer. „Es droht dann nämlich die Gefahr, dass viele der niedrig bezahlten Migranten und Flüchtlinge in prekären Verhältnissen verharren und später in Altersarmut abrutschen“. Dies sei für die Integration nicht gut. Zwar seien viele der Flüchtlinge, die 2015 und 2016 ins Land gekommen seien, inzwischen in Jobs. „Allerdings die allermeisten im Niedriglohnsektor“, erklärte er. In Deutschland geht die Integration der Flüchtlinge nur schleppend voran. Viele von ihnen sind von Hartz IV abhängig. So lebt z.B. Dreiviertel der Syrer, deren Asylverfahren in Deutschland abgeschlossen ist, von der Grundsicherung.

Das gleiche Problem ist aktuell in Schweden zu finden. Dort steigt die Arbeitslosigkeit gemäss neuer Zahlen des Statistischen Amtes der EU „Eurostat“. Demzufolge lag die Arbeitslosenquote im August 2019 bei 7,4 Prozent, während der EU-Durchschnitt im August bei 6,2 Prozent lag. Laut der schwedischen Tageszeitung Expressen vom 30. September 2019 sei einer der Hauptgründe für die hohe Arbeitslosigkeit in Schweden die grosse Zahl der Einwanderer. Im Jahr 2015, während der Migrationskrise, kamen fast 163’000 Asylanten nach Schweden. Diese stammten hauptsächlich aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

2019-12-02T13:29:49+00:00 03.12.2019|