Die Zahl der krankgeschriebenen Mitarbeiter steigt unaufhörlich. In einer am 7. August 2016 in der Sendung „Echo der Zeit“ auf SRF vorgestellten Analyse der Krankenkasse SWICA, zeigt sich eine alarmierende Entwicklung bei krankheitsbedingten Fehlzeiten von Arbeitnehmern. Bereits 2014 registrierte das Bundesamt für Gesundheit eine starke Zunahme von Gesundheitsstörungen, die nicht nur durch die Berufstätigkeit verursacht sind. Die aktuelle Analyse des Krankenversicherers SWICA zeigt nun eine weitere Steigerung. So formuliert Roland Reilly, Abteilungsleiter betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Swica, gegenüber SRF die Entwicklung wie folgt: „Rückblickend auf die letzten zehn Jahre stehen wir auf einem Rekordwert“. Bei den Krankheits-Gründen gebe es zudem deutliche Auffälligkeiten: „Etwa 32 Prozent der Fehlzeiten gehen auf psychische Erkrankungen zurück, 30 Prozent auf Beschwerden am Bewegungsapparat.“

 

 

 

Das Kind im Dauerstress

Diese Entwicklung überrascht Zukunft CH nicht. Auch wenn die Gründe für Burn-outs vielfältig sind, so zeichnet sich doch ein Muster ab: Bereits im Kindesalter werden die Jüngsten grossem Stress durch fehlende oder ständig wechselnde Bezugspersonen ausgesetzt. Mütter haben heute, so die veröffentlichte Meinung, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Damit werden sie einer Doppelbelastung ausgesetzt, die der Gesundheit nicht zuträglich ist. Vermehrt trifft das auch Väter. Aber auch für Kleinkinder, die dann anstatt von ihren engsten familiären Bezugspersonen in Krippen betreut werden, sind negative Folgen unvermeidlich. Bei Kleinkindern in Krippen ist z.B. die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol dauerhaft erhöht. Es werden Werte gemessen, die denen von gestressten Managern gleichkommen. Doch auch der Leistungsdruck und eine überrissene Erwartungshaltung an Kinder stehen einer gesunden Entwicklung diametral entgegen.

Intakte Familien – Leistungsfähige Mitarbeiter

Das Kind, so hat man manchmal das Gefühl, darf nicht mehr Kind sein. Es ist also keine Überraschung, wenn praktizierende Ärzte feststellen, dass bereits junge Arbeitnehmer mit „Burn-outs“ zu ihnen gelangen und dann auch länger krankgeschrieben werden müssen. Eine stabile Beziehung von Vater und Mutter sowie deren Zuwendung vermittelt Kindern Geborgenheit, Bindung und Liebe. Diese, und nicht wie oft propagiert die möglichst frühe Förderung bestimmter Fähigkeiten, sind der Entwicklungspsychologie zufolge die wichtigsten Voraussetzungen für den späteren Lebenserfolg. Für erfolgreiche Bildung und Belastbarkeit im Beruf und in der Familie.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in unserer Fachbroschüre „Frühkindliche Schädigung durch Gender- und Krippenpolitik?“