Algerier übernimmt Strafen für Vollverschleierung

Sobald in einem europäischen Land die Vollverschleierung verboten wird, tritt er in Erscheinung: der französische Immobilienhändler algerischen Ursprungs Rachid Nekkaz. So nun auch in Dänemark. Nachdem die Gesichtsverschleierung in dem nordeuropäischen Land seit dem 1. August 2018 offiziell verboten ist, erklärte sich der Millionär auf seiner Facebookseite bereit, Geldstrafen für alle Frauen zu übernehmen, die sich dem Verbot widersetzen. Mehrere Frauen, gegen die wegen des Verstosses gegen das Vollverschleierungsverbot Strafen verhängt wurden, haben ihn bereits kontaktiert.

Am 11. September will Nekkaz nach Kopenhagen fahren und die Strafen begleichen. Der Algerier hat bereits ähnliche Strafen in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und auch in der Schweiz bezahlt. Der muslimische Unternehmer gründete sogar die Organisation „Touche pas à ma constitution“ („Rühr‘ meine Verfassung nicht an“), die sich mit der Bezahlung dieser Bussgelder beschäftigt. Bezahlt hat er bis jetzt 315‘000 Euro Bussgelder, berichtet die algerische Zeitung „Algeriemondeinfos“ vom 12. August 2018.

Nach Frankreich, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz (Tessin und St. Gallen), Katalonien in Spanien und Österreich ist Dänemark damit das siebte Land in Europa, in dem ein Verhüllungsverbot verhängt wird.

2018-09-18T16:25:49+00:00 15.08.2018|