Undercover in Schweizer Moscheen

Der Journalist Shams Ul-Haq besuchte während zweier Jahre radikale Moscheen in Europa, – auch in der Schweiz. Seine Erfahrungen hat er in einem neuen Buch unter dem Titel „Eure Gesetze interessieren uns nicht!“ zusammengefasst.

Im Interview mit der Pendlerzeitung 20 Minuten sagte der Autor am 26. Oktober 2018: „Viele Imame predigen Hass. Dabei gehen sie sehr geschickt vor. Beispielsweise erwähnen sie kaum direkt, dass man in den Jihad ziehen solle, sondern lassen den Jihad in ihren Predigten immer wieder einfliessen.“ Auf die Frage, wie radikal die Prediger in der Schweiz gewesen seien, antwortete der Terrorismusexperte: „Weil ich ja nur radikale Moscheen besucht habe, waren sie ziemlich radikal.“ Meist seien die radikalen Imame Ausländer.

Laut Ul-Haq gibt es in der Schweiz über 50 islamistisch geprägte „und somit problematische“ Moscheen. Der Hotspot sei in Genf. Die Schweiz habe, so der gebürtige Pakistani, lächerliche Gesetze und mache nicht genug gegen die Radikalisierung. Dennoch beurteilt Ul-Haq die Situation in der Schweiz als etwas besser als die in Deutschland oder Österreich. Es gäbe doch Kontrollen und das Ganze werde etwas besser beobachtet. Es falle ihm aber auf, dass ein riesiges Chaos bei den muslimischen Vereinen herrsche. „Diese sind unkontrollierbar.“

Das Buch „Eure Gesetze interessieren uns nicht! Undercover in europäischen Moscheen – Wie Muslime radikalisiert werden“ ist am 26. Oktober 2018 im Orell Füssli Verlag erschienen.

2018-10-26T11:30:11+00:00 28.10.2018|