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Kommentar des Monats

 
 
 

Zukunft CH bezieht Stellung! Jeden Monat zu einem aktuellen und brisanten Thema. Das ist unser Kommentar des Monats.

 
 

   

Ältere Kommentare:


 
 

März 2013

Amorix, das Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik, muss schliessen – und nun? (Dr. Andreas M. und Ulrike Walker)

 

Still und diskret gab das Schweizerische Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik und Schule im März bekannt, dass es aufgelöst werde. Die Medien hielten es nicht für nötig, darüber zu informieren. Mehr lesen ...


 
 

Februar 2013

1700 Jahre Edikt von Mailand: Europa am Scheideweg! (Von Dominik Lusser)

Mit dem 313 durch Kaiser Konstantin den Grossen verabschiedeten Toleranzedikt von Mailand trat das Christentum offiziell auf die Bühne der europäischen Geschichte. Heute steht Europa am Scheideweg. Mehr lesen ...


 
 

Januar 2013

Krippenförderung bald in der Verfassung? (Von Dominik Lusser)

 

Die derzeitige Familienpolitik weist in eine bedenkliche Richtung. Unter dem Deckmantel der Familienfreundlichkeit wird eine neue Totalisierung der Arbeitswelt vorangetrieben - zum Schaden der Familie. Mehr lesen ... 


 
 

Dezember 2012

Ägypten: der neue Staat Allahs! (Von Heinz Gstrein)

 

Mit der neuen Verfassung erhält Ägypten eine unerfreuliche Weihnachtsbescherung. Mit Allah und Scharia wurde die Herrschaft der Muslimbruderschaft endgültig zementiert. Mehr lesen ...


 
 

November 2012

Antifeminist oder Gentleman? (Von Dominik Lusser)

 

Meist männliche Besucher kamen zum 3. Internationalen Antifeminismus-Treffen der Schweiz. Doch die IG für eine grundsätzlich frauenfeindliche Bewegung zu halten, ist falsch - allein drei der fünf Tagungsreferate wurden von Frauen gehalten. Mehr lesen ... 


 
 

Oktober 2012

Erlebnisse vom „Marsch für s‘Läbe“ (Von Ralph Studer)

 

Zusammen mit einigen Kollegen nahm ich zum erstmals am Marsch für s‘Läbe teil. Beeindruckend, wie viele Menschen zusammenkamen, um ein Zeichen des Lebens zu setzen - und erschreckend, wie viel aggressive Gegenwehr da war. Mehr lesen ...


 
 

September 2012

Haben nicht alle Menschen ein Recht auf Leben? (Von Dominik Lusser)

 

Es genügt nicht, Mensch zu sein, um Anspruch auf Lebensschutz zu haben - so Peter Singer, der seit Jahren unbehelligt am „Zentrum für menschliche Werte“ in Princeton lehrt. Der renommierte Bioethiker stellt dazu waghalsige Theorien auf. Mehr lesen ...


 
 

August 2012

Auch christliche Symbole verweisen auf eine Wirklichkeit (Von D. Lusser)

 

Im Juni ist die Luzerner NR Ida Glanzmann im Ständerat mit dem Vorschlag gescheitert, christliche Symbole verfassungsmässig zu schützen. Dies zeigt: Die christliche Kultur wird immer mehr in Frage gestellt. Mehr lesen ...


 
 

Juli 2012

Koran und Demokratie unvereinbar! (Von Heinz Gstrein)

 

Der Schweizer Religionsphilosoph Martin Rhonheimer hat in Wien auf die zwei Hauptgefahren in Europa hingewiesen: die Fehleinschätzung, der Islam könne "europäisiert“ werden und eine „Tendenz gegen Religion“. Mehr lesen ...


 
 

Juni 2012

Generationenübergreifende Werte (Von Urs Vögeli)

 

An Beerdigungen nehmen viele Menschen teil. Dabei zeigt sich, was ein Mensch über seinen Tod hinaus in die Gesellschaft hineingetragen hat, was generationenübergreifend weitergegeben worden ist. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Mai 2012

Mehr Politiker wünschen sich mehr Zeit für Familie (Von M. Hikmat)

 

Die deutsche SPD-Vizechefin Manuela Schwesig fordert mehr freie Wochenenden mit der Familie für Politiker. Über Familie solle nicht nur geredet werden, sondern sie müsse auch gelebt werden dürfen. Mehr lesen ...

 
 

 
 

April 2012

Vom Judenmord in Toulouse zum Anti-Israel-Marsch in Bern (H. Gstrein)

 

In Frankreich hat ein Moslem unschuldige Kinder und junge Soldaten aus religiösem Hass ermordet. Auch in der Schweiz wird mit zunehmender Israel-Feindschaft ein gefährlicher Nährboden für Gewalt gegen alles Jüdische aufbereitet. Mehr lesen ...

 
 

 
 

März 2012

Die Rentabilität der Homo-Ehe (Von Dominik Lusser)

 

Ein amerikanischer Professor erklärt, dass aus ökonomischer Sicht "die gleichgeschlechtliche Ehen nicht erlaubt werden sollten“. Ein bedenkenswerter Indikator in einer schwierigen Diskussion. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Februar 2012

Zukunftstragende Werte beim Tanzen (Von Urs Vögeli)

 

Zum Valentinstag gab es zahlreiche Tanzabende und Paartanzkurse. Und überhaupt: Man geht scheinbar wieder mehr als Paar Tanzen - eine spannende Entwicklung, da der Paartanz doch eigentlich etwas sehr Traditionelles ist. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Januar 2012

Ohne Wahrheit gibt es keinen Frieden! (Von Dominik Lusser)

 

Friede steht am Anfang des Jahres 2012 bei vielen Menschen weit oben auf der Liste der Hoffnungen. Doch er entsteht nicht von selbst, sondern erfordert den grossherzigen Einsatz eines jeden Gliedes einer Gesellschaft. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Dezember 2011

Was wünschen Sie sich zu Weihnachten? (Von M. Hikmat)

 

Eine jüngst erstellte Umfrage zeigt, dass immer mehr Leute vor allem immaterielle Wünsche haben. Man möchte gesund, zufrieden und glücklich in Frieden leben. Da kommt die Weihnachtszeit gerade richtig. Mehr lesen ...

 
 

 
 

November 2011

Zur Bundesratswahl (Von Urs Vögeli)

 

Die Bundesratswahlen stehen vor der Tür. Welche Qualitäten braucht ein Bundesrat? Leidenschaft für unser Land, Hingabe an die Bundesverfassung und eine christlich-abendländische Wertgrundlage. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Oktober 2011

Junge Schweizer träumen von Familie (Von M. Hikmat)

 

Laut einer Umfrage sind Familie und Freunde für junge Erwachsene in der Schweiz wichtiger als Karriere und Geld. Eine Familie zu gründen ist eine klare Zielvorstellung unserer Jugendlichen und das sollten wir unterstützen, denn von Familien hängt die Zukunft unseres Landes ab. Mehr lesen ...

 
 

 
 

August 2011

Fragwürdige UNO-Resolution zu sexueller Orientierung (Von Monika Wild)

 

Die neueste UNO-Resolution zu "sexueller Identität" wird von den Vereinten Nationen und den LGBT-Verbänden als „Meilenstein zum Schutz sexueller Minderheiten“ begrüsst. Sie ist jedoch ein weiteres Puzzleteil zur weltweiten Etablierung einer Gender-Mainstreaming-Ideologie.  Mehr lesen ...

 
 

 
 

Juli 2011

Keine Sonderrechte für Islam-Religionsunterricht! (Von Heinz Gstrein)

 

Das Gesetz zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts an den Schulen in Nordrhein-Westfalen (BRD) geht auch die Schweiz an. Denn die nahtlose Verbindung von Religion und Politik gilt in allen islamischen Belangen und in allen Ländern. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Mai 2011

Vorbilder gesucht! (Von M. Hikmat)

 

Jeden Tag liest und hört man von erfolgreichen und prominenten Menschen. Aber sind sie Vorbilder? Vorbilder sind Menschen, die Werte und Normen im Theater des Lebens ehrlich und transparent darstellen. Mehr lesen ...

 
 

 
 

April 2011

Hilfe für die Schwachen – eine Aufgabe, die uns alle betrifft (Von Reto Widmer)

 

„Wir machten, was zu tun war.“ So die bescheidene Aussage der Rettungshelden von der Air Zermatt nach dem Erhalt des „Heroism Award“. Immer wieder brauchen Menschen unsere Hilfe - eine Lebensaufgabe, die uns alle betrifft. Mehr lesen ...

 
 

 
 

März 2011

Frühling in unserer Gesellschaft? (Von Beatrice Gall)

 

So wie Gartenbesitzer im Frühling auf die ersten Sonnenstrahlen warten, so warten viele in unserem Land auf erste Aufbruchszeichen im Hinblick auf christliche Werte und die notwendige Stärkung der Familien in Politik und Gesellschaft. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Januar 2011

Der Gender-Wahn (Von Reto Widmer)

 

Gender Mainstreaming. Die Ideologie, nach welcher sich Mann und Frau nicht mehr unterscheiden dürfen. Und dies, obschon das Gegenteil wissenschaftlich auf breitester Front nachgewiesen wurde. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Dezember 2010

Nichts gelernt aus der Geschichte? (Von Pfr. Hansjürg Stückelberger)

 

Haben wir richtig gehört? Ja, die SP hat die „Überwindung des Kapitalismus“ wieder zum Parteiprogramm erhoben. Dieses Programm stammt direkt aus der Küche von Marx, wonach dazu die Klasse der Bürger vernichtet werden muss. Mehr lesen ...

 
 

 
 

November 2010

Ausschaffung in der Schweiz und anderen Ländern (Von Beatrice Gall)

 

Mit 53 Prozent gab das Volk sein Ja zur Ausschaffungsinitiative. In  der Presse ist von „Sehnsucht nach Idylle" und "Volksdiktatur" die Rede. Doch der internationale Vergleich zeigt: Auch unsere Nachbarn gehen kriminelle Ausländer hart an. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Oktober 2010

Stichwort Integration (Von Pfr. Hansjürg Stückelberger)

 

Unter welchen Umständen gelingt Integration? Aktuell geführte Diskussionen um Integrationsprobleme betreffen vor allem Migranten mit einem islamischen Hintergrund. Mehr lesen ...

 
 

 
 

September 2010

Geiz ist nicht geil! (Von Beatrice Gall)

 

„Geiz ist geil!" lautet die Werbeparole des Konzerns Saturn, die nun auch in Winterthur überall zu lesen ist - nur nicht auf Stadtbussen. Der Stadtrat hatte sich gegen die Werbung entschieden und damit 60‘000 Fr. ausgeschlagen. Mehr lesen ... 

 
 

 
 

August 2010

Zum 100. Geburtstag von Mutter Teresa (Von Beatrice Gall)

 

Am 26. August 2010 wäre sie 100 Jahre alt geworden: Mutter Teresa. Die Frau, die aufopferungsvoll in den Slums von Kalkutta den Ärmsten diente, gilt bis heute als das Vorbild für selbstlose Nächstenliebe. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Juni 2010

Wenn die Wissenden glauben und nicht kennen (Von Reto Widmer)

 

„Glauben Sie noch, oder denken sie schon? Sie planen den Kirchenaustritt? Wir beraten Sie gerne. Freidenker Winterthur." Diese Zeilen waren im Winterthurer „Landboten" zu lesen. Die Ausrottung von Religiosität als Fernziel, die Aufklärung als Erlösung der Menschheit. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Mai 2010

Rund um die Burka (Von Dr. Heinz Gstrein)

 

Gegen die Totalverhüllung von Frauen mit einer „Burka" zeichnet sich in der Schweiz zunehmend breiter Konsens ab. Nur ganz radikale Exponentinnen sind anderer Meinung. Mehr lesen ...

 
 

 
 

April 2010

Echte Wahlfreiheit für Mutter und Kind! (Von Beatrice Gall)

 

Seit Jahrzehnten klingt, ja dröhnt es mittlerweile in unseren Ohren: Vorbei soll sie sein, die Zeit, da Frauen brav das Heimchen am Herd mimen, am Bein hängend der Holzklotz namens Kind. Sie sollen endlich eine Wahl zwischen Arbeit und Familie haben. Wie sieht es inzwischen damit aus? Mehr lesen ...

 
 

 
 

März 2010

Von Pädophilie und Sündenböcken (Von Reto Widmer)

 

Es gibt nichts schönzureden: Jeder der jüngst aufgedeckten Pädophiliefälle ist ein Greuel sondergleichen. Tatsache ist jedoch: Es wird mit überwiegender Mehrheit über die katholischen Fälle berichtet. Warum aber spricht niemand über die zahlreichen Fälle in unserer „zeitgemässen", „aufgeschlossenen" und „befreiten" ausserkirchlichen Welt? Mehr lesen ...

 
 

 
 

Februar 2010 

Wenn das Gegenteil der Liebe "Wahrheit" sein soll (Von Reto Widmer)

 

Regelmässig erreichen uns Rückmeldungen zu unseren Artikeln. Oft dankt man uns für das Engagement von Zukunft CH. Doch immer wieder erreichen uns auch Zusendungen, welche unsere Aufklärungsarbeit nicht nur rechtfertigen, sondern in einem demokratischen Staat geradezu erfordern, wie sich aktuell zeigt. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Januar 2010

Gehört das „Wow!“ nur nach Kloten? (Von Reto Widmer)

 

Der Airbus A-380, ein Meisterwerk menschlicher Genialität, versetzt mit seinen Daten die Schweizer Bevölkerung ins Staunen. Aber gibt es nicht schon seit Jahrtausenden grössere Wunderwerke, wie z.B. den Menschen? Mehr lesen ...

 
 

 
 

Dezember 2009 

Der Kreuzzug gegen das Kreuz (Von Beatrice Gall) 

 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im November entschieden, dass das obligatorische Anbringen von Kruzifixen in Schulräumen gegen die Menschenrechtskonvention verstosse. Damit würde die Religionsfreiheit verletzt, so die Strassburger Richter. Das Kreuz scheint lästig geworden zu sein. Mehr lesen ...

 
 

 
 

November 2009

Wir Sklaven der Gottheit Wohlstand (Von Reto Widmer)

 

Materiellen Wohlstand erlangt man in säkularen Augen durch eine florierende, leistungsstarke Wirtschaft. Als logische Folge darf diese keinerlei Wachstumseinbussen oder gar einen Verlust einfahren. Um dies zu erreichen, ist man ist heute offenbar bereit, jegliche immateriellen Werte und Normen über Bord zu werfen, siehe die Diskussion um die Minarettinitiative. Mehr lesen ...

 
 

 
 

September 2009:

Imam-Ausbildung? Vorsicht! (Von Dr. Heinz Gstrein)

 

Eines der heissen Eisen beim Disput bezüglich islamischer Einflüsse in der Schweiz ist das Begehren auf die Ausbildung von Moscheevorstehern, islamischen Predigern und Religionslehrern vor Ort. Mehr lesen ...

 
 

 
 

Februar 2009:

Ja zur Familie! (Von Pfr. Hansjürg Stückelberger)

 

Die freudige Bejahung von Kindern ist heute weitgehend zerstört worden. Die Geburtenraten in Europa sind stark gesunken. Das bedeutet, dass in jeder Generation die Bevölkerung um gewaltig schrumpft.  Mehr lesen ...

 
 

 
 

Aktueller Kommentar des Monats:

 
 

Zur "Normalität" der Gewalt gegen Frauen im Islam

 

Von Dominik Lusser

 

Wie die Zeitung „Die Welt“ am 19. April 2013 berichtete, belegt eine neue Umfrage der türkischen Universität Kirikkale bei 3'500 türkischen Männern, dass die Mehrheit von ihnen „Gewalt gegen Ehefrauen völlig normal, sinnvoll und praktisch“ findet. 28 Prozent der Befragten hält Gewalt gegen Ehefrauen für unerlässlich: Das müsse eben geschehen, um sie zu disziplinieren. Weitere 34 Prozent geben sich gemässigter und halten Gewalt gegen Ehefreuen nur „gelegentlich“ für „notwendig“. Zusammen sind das 62 Prozent, fast zwei Drittel der befragten Männer.

 

Wie „Die Welt“ weiter berichtete, verzeichnen türkische Statistiken einen steten Anstieg von häuslicher Gewalt. Im Jahr 2012 wurden 125 Frauen von ihren Männern oder Partnern umgebracht und 30‘000 Frauen körperlich verletzt. Ob jedoch die Gewalttaten effektiv zunehmen oder ob Gewaltdelikte gegen Frauen einfach immer häufiger gemeldet werden, ist eine ungeklärte Frage.

 

Die Rolle des Islam

 

Brisant ist der Welt-Artikel auch deshalb, weil er die Aufklärungsbemühungen der islamisch geprägten türkischen Regierung sowie deren Behauptung, dass Gewalt gegen Frauen auch ein Verstoss gegen den Islam sei, kritisch hinterfragt. So wird die Ehrenmord-Forscherin Hülya Özaktürk zitiert, die durch Befragung zahlreicher Frauenmörder herausfand, dass diese ihre Taten als den Geboten der islamischen Religion entsprechend betrachten. Da diese Motivation gemäss „Die Welt“ auch für „normale“ häusliche Gewalt gelten darf, stellt sich die Frage, „ob nicht die religionsfördernde Regierungspolitik selbst dazu beiträgt, (…) jene gesellschaftlichen Schichten in ihren Ansichten zu bestärken, die am ehesten zu Gewalt gegen Frauen neigen.“

 

Der Artikel eröffnet dann aber noch eine zweite Spur möglicher Ursachen für die häufige Gewalt gegen Frauen, die in eine entgegengesetzte Richtung zu führen scheint: ob nämlich „im Gegenteil eine fortschreitende Aufweichung konservativer Verhaltensweisen, also eine Liberalisierung in der Gesellschaft, zu immer mehr männlicher Gewalt gegen immer freier denkende Frauen“ führe. Zugunsten dieser Liberalisierungsthese scheint für „Die Welt“ auch zu sprechen, dass in manchen als sehr konservativ und religiös geprägt geltenden Gebieten der Türkei die Zahl der Sexualverbrechen seit dem Regierungsantritt Erdogans vor zehn Jahren um 400 Prozent zugenommen haben. Vor einigen Wochen etwa beschwerte sich ein zwölfjähriges Mädchen, das von 26 Männern vergewaltigt worden war, in einem Brief an den Justizminister darüber, dass alle ihre angeklagten Peiniger vom Gericht freigelassen worden seien.

 

Das Frauenbild ist entscheidend

 

Mir scheint aber, dass sich die beiden von der deutschen Zeitung erwähnten Erklärungsansätze einander gar nicht unbedingt ausschliessen müssen, sondern sich ebenso gut auch gegenseitig hochschaukeln und zu einer wahren Spirale der Gewalt gegen Frauen führen können. Denn obwohl dies auf den ersten Blick vielleicht fremd klingen mag, gibt es zwischen dem Frauenbild des Islam und dem des säkularen Westens auch interessante Berührungspunkte.

 

Gemäss Islam sind Frauen dumm, Menschen zweiter Klasse und von Natur dazu da, den sexuell nimmer satten Männern gefügig zu sein. Wir finden im Islam bis hin zu dessen materialistischen Paradiesesvorstellungen ein durch und durch hedonistisches Moral-Verständnis, das auszuleben im Unterschied zu den westlichen Gesellschaften allerdings nur den Männern vorbehalten ist. Der Islam rechnet damit, dass der Mann seinen Trieb nur dann unter Kontrolle haben kann, wenn die Frauen, die ihm nicht „gehören“, verschleiert und unter männlicher Bewachung auftreten. Konsequenterweise soll, wenn es zu einem Ehebruch kommt, nach der Scharia auch nur die Frau gesteinigt werden. Und dazu passt ebenfalls der oben erwähnte Fall der 26 Vergewaltiger, die ohne Strafe davon kamen. Wenn also der Islam darauf zielt, alle auch nur möglicherweise sexuell wirksamen Reize aus der Öffentlichkeit zu verbannen, so hat das nichts mit der Würde der Frau zu tun, die nicht zum Objekt erniedrigt werden soll, wie das in den westlichen Medien täglich geschieht. Denn Lustobjekt ist die Frau auch im Islam, nur eben nicht in der Öffentlichkeit. So aber ist die „Moralität“ islamischer Gesellschaften zumal im Bezug auf den Umgang mit der Frau eine blosse Fassade. Sie ist eine Art gesellschaftspolitischer Schutzmechanismus, um den männlichen Trieb und die diesbezüglichen Besitzverhältnisse in Schach zu halten.

Wo nun aber – wie in der Türkei – eine Kultur, die das islamische Männer- und Frauenbild über Jahrhunderte verinnerlicht und gepflegt hat, auf westliche Einflüsse wie emanzipatorisches Denken oder leicht verfügbare Pornographie stösst, ist es naheliegend, dass beim Mann erst recht die Sicherungen durchbrennen.

 

Der scheinheilige Westen

 

Das aber bedeutet, dass es für den Westen nicht damit getan ist, mit dem Finger auf den barbarischen Osten zu zeigen. Denn Gewalt gegen Frauen ebenso wie sexuelle Gewalt gibt es auch bei uns, und das immer häufiger. Wie neueste Zahlen zeigen, haben sexuelle Übergriffe selbst unter Minderjährigen in der Schweiz enorm zugenommen. Doch surft man ungeachtet weiter auf der Welle der sexuellen Freizügigkeit und meint, dass die Problematik des Machtgefälles allein durch die Prinzipien der Gleichberechtigung und der Einvernehmlichkeit gelöst werden könnte. Auf Dauer kann diese Strategie nicht gut gehen! Vielleicht sind die Formen der Gewalt im scheinheiligen Westen entsprechend den kulturellen Gepflogenheiten in der Regel – zumal bis jetzt – weniger brachial und etwas subtiler, aber nicht weniger zerstörerisch. Erinnert sei hier nur an das boomende Schweizer Sexgewerbe, in dem kaum eine Frau wirklich freiwillig arbeitet, oder an die Gender-Ideologie, welche schon Kinder in ihrer geschlechtlichen Identität als Frau oder Mann destabilisieren will.

 

Solange der Westen sich nicht wieder auf das christliche Menschenbild besinnt, dem er seine weltweit einzigartigen zivilisatorischen Errungenschaften gerade für die Frau sowie das Zusammenleben von Mann und Frau in der Ehe verdankt, wird er mit seinem Frauenbild keinen Moslem zu mehr Sanftmut und Milde bewegen können, sondern nur Spot und Missachtung ernten. Denn weder das Männer aufreizende halbnackte Disco-Girl, noch das in seiner Weiblichkeit bis zur Unkenntlichkeit entstellte freudlose Manns-Weib werden den Moslem davon überzeugen können, seine Einstellung gegenüber der Frau zu ändern.

 

Beispielhaft könnte hier vielmehr die Geste von Papst Franziskus sein, der bei der traditionellen Fusswaschung am Donnerstag vor Ostern in einem Jugendgefängnis von Rom auch einer jungen Moslemin die Füsse gewaschen hat. Eine provokativere Geste eines Papstes gegenüber dem Islam, und doch gesprochen in eine Sprache, die zu Herzen gehen muss, ist schwerlich vorstellbar. Machen wir es ihm nach!