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Islam

 
 
 

30.06.2016

„1 Million Zeichen der Hoffnung“


Im Rahmen der mehrjährigen Kampagne „Hoffnung für den Nahen Osten“ hat die Menschenrechtsorganisation Open Doors am 20. Juni 2016 die Petition „1 Million Zeichen der Hoffnung“. Ziel ist es, weltweit eine Million Unterschriften zu sammeln, um die internationale Gemeinschaft für die Bedrohung der Christenheit im Nahen Osten durch Krieg und Verfolgung zu sensibilisieren. Die Bevölkerung Syriens und des Iraks erlebt unermessliches Leid. In diesen beiden Ländern kommt der christlichen Gemeinschaft in der Gesellschaft seit fast 2000 Jahren eine tragende Rolle zu. In der Region trotz Repressionen tief verwurzelt verlassen sie ihre Heimat nur ungern. Doch fehlender Schutz und Druck von verschiedenen Seiten zwingt sie immer wieder zur Flucht. Mit der nun lancierten Petition stärkt Open Doors den Verbliebenen den Rücken. Für die Zukunft dieser Region als Ort des friedlichen Zusammenlebens ist auch die Präsenz der Christen wichtig. In Mossul blickte diese Minderheit beispielsweise auf eine 1600 Jahre alte Tradition zurück, mehrere orientalische, orthodoxe Kirchen hatten in dieser irakischen Stadt ihren Sitz – bis zum Einmarsch des IS im Juli vor zwei Jahren. Den christlichen Einwohnern blieben drei Optionen: Fliehen, konvertieren oder eine horrend Hohe Kopfsteuer entrichten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten bis zu 35'000 Christen in Mossul gelebt. Aufgrund des enormen Drucks sind viele in andere Landesteile oder ins Ausland geflohen. Für all diejenigen Gläubigen, die sich trotz alledem eine Zukunft in ihren Heimatländern wünschen, setzt sich Open Doors ein. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres, weltweit eine Million Unterschriften zu sammeln, und diese dann im Juni 2017 dem neuen Generalsekretär der UNO zusammen mit einer Erklärung zu übergeben.

In der Petition werden drei Massnahmen gefordert, die gemeinsam mit einheimischen Christen aus dem Irak und Syrien erarbeitet worden sind. Gefordert wird, dass alle Staatsbürger in den beiden Ländern gleiche Rechte haben und gleich behandelt werden. Die Lebensbedingungen sollen für alle Bevölkerungsgruppen menschenwürdig sein, jeder soll Zugang zu Arbeit und Bildung haben. Führungspersonen und Organisationen sollen ermutigt werden, Aufbau und Versöhnung der Zivilgesellschaft beider Länder mitzutragen.

Die drei geforderten Massnahmen im Wortlaut der Petition:

1.Für die Gegenwart und Zukunft sicherstellen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen das Prinzip der Gleichheit und Unveräusserlichkeit der Rechte sowie den Schutz aller syrischen und irakischen Staatsbürger garantieren, unabhängig von Rasse, Religion oder Status.

2.Menschenwürdige Lebensbedingungen durch die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum, Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Bildung für alle Bürger gewährleisten, insbesondere für zurückkehrende Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge.

3.Verantwortliche Führungspersönlichkeiten und Organisationen identifizieren und sie dazu ermutigen, in der Versöhnung und im Wiederaufbau der syrischen und irakischen Zivilgesellschaft eine zentrale und tragende Rolle zu spielen.

Link zur Petition: