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Islam

 
 
 

27.01.2009

Nordpol: Bau der ersten Moschee


Die erste Moschee am Nordpol soll in Tromsö gebaut werden. (Bildquelle: Pixelio.de (Helga)

In Tromsö (Norwegen) soll die erste Moschee jenseits des Arktischen Polarkreises gebaut werden. Das Projekt wird von einem Ölmagnat aus Saudi-Arabien finanziert. Da dieser Bau jedoch in einem Teil der Welt, in dem eine Moschee keinem wirklichen Kultbedürfnis seitens der Muslime entspricht, die in diesem Gebiet nur wenige an der Zahl sind, stellt sich die Frage nach der Bedeutung desselbigen. Es dürfte sich wohl eher um etwas Symbolisches handeln. Denn ein Minarett in der Nähe des Nordpols kann die Verwirklichung von etwas, was der Koran anstrebt, bedeuten, d.h. die Eroberung der ganzen Welt.

Der Westen scheint diesen symbolischen Wert nicht zu verstehen. Das Bürgermeisteramt von Tromsö hat als einzige Bedingung verlangt, dass der Bau die durch die Umgebung auferlegten Einschränkungen berücksichtige. Für viele ist diese Nachricht kein alarmierender Grund, denn ihrer Meinung nach würde der Kontakt mit der westlichen Kultur zwangsläufig zu einer „Säkularisation“ des Islams führen. Doch lassen verschiedene Aspekte vermuten, dass dies nicht der Fall sein könnte. Der Islam riskiert nichts zu verlieren im Kontakt mit dem hedonistischen Westen. Er kennt, im Gegensatz zum Christentum, das Konzept des „inneren Lebens“ nicht. Bei ihm gibt es den Wert der Gnade nicht, und er spricht nicht von einer Askese als Fähigkeit zu verzichten und sich zu dominieren.

Nicht selten gehen Selbstmordattentäter bis zum Tag, der dem Attentat vorangeht, in Nachtlokale, in denen sie Frauen suchen und sich amüsieren, in völliger Überzeugung, dass dieses Verhalten nicht im Konflikt zum islamischen Glauben steht. Viele der Terroristen stammen aus mittleren und höheren Klassen, in denen die Lebensweise nicht gerade massvoll ist. Mohammed Atta, der Chef des Kommandos der Attentate gegen die Zwillingstürme, war nicht nur Sohn einer der berühmtesten Advokaten Ägyptens, sondern auch Ingenieur. Er lebte ein perfekt integriertes Leben, zuerst in Deutschland und dann in den Vereinigten Staaten. Er benützte Kreditkarten und lebte mit dem ganzen Komfort der westlichen Zivilisation.

Vergangenes Jahr veröffentlichte die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ eine Umfrage, gemäss welcher über die Hälfte der jungen Muslime von London – die zweite Generation, d.h. diejenigen, die nicht in ihrem Ursprungsland aufgewachsen sind, zum Teil überhaupt nie dort waren; junge Muslime, die Mobiltelefon und I-Pod usw. besitzen – wünschen, dass im Vereinigten Königreich die Scharia so rasch als möglich eingeführt wird.

Quelle: Correspondence européenne 193/03
Übersetzung: Zukunft CH