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Islam

 
 
 

24.02.2009

Leben mit dem Islam in der Schweiz

Von Daniel Zingg


Daniel Zingg ist mit seinen Vorträgen ”Israel zwischen Terror und Verheissung” und ”Der Islam in Westeuropa” unterwegs und immer wieder Gast zum Thema Islam in Radio und Fernsehen. (Bildquelle: Daniel Zingg)

Der Islam ist die Religion mit dem stärksten Wachstum in Westeuropa – auch in der Schweiz. Wir sind deshalb genötigt, uns mit dem Islam auseinander zu setzen, ob wir wollen oder nicht. Die Islamisierung Europas ist fester Bestandteil einer islamischen Ausbreitungsstrategie.

Islamvertreter dementieren diese Strategie zwar lautstark, aber auch das ist Teil der Strategie. Im Islam ist Lüge heilige Pflicht, wenn sie hilft, den Islam zu verbreiten. Der Religionsgründer Mohammed selbst hat seinen Nachfolgern den Auftrag gegeben, die ganze Welt dem Islam zu unterwerfen. Und im Moment läuft es nach seinem Willen – so jedenfalls macht es den Anschein. Fast jede Woche entsteht in Deutschland eine neue Moschee. In der Schweiz läuft es noch etwas zaghafter. Oder täuscht man sich? Nach einem Vortrag sprach mich ein Mann aus der Türkei an. „Merkt ihr in der Schweiz denn nicht, dass das, was wir als Kulturzentrum tarnen, in Tat und Wahrheit Moscheen sind?“ Hand aufs Herz: Ich glaube nicht, dass ich der einzige bin, der das nicht gemerkt hat. „Würden wir eine Bewilligung für eine Moschee verlangen, hätten wir mehr Probleme. Kulturzentrum geht einfacher...“, meinte er. Und er hat Recht damit, denn das klingt nach Integration, nach Belebung der kulturellen Landschaft. Das ist willkommen bei uns.

Islam ist Identität

Mir gegenüber sitzen drei Ex-Muslime. Einer davon ist Ibn Hamed*, der seit sechs Jahren in der Schweiz lebt. Ich frage ihn, warum er denn früher fanatischer Moslem gewesen sei. „Ich bin als Moslem geboren. Von klein auf wurde mir eingeimpft: Als Moslem bist du allen andern Menschen überlegen, und der Islam ist die einzig wahre Religion. Es gibt nichts Besseres und nichts Grösseres auf der Welt.“ Was er dann sagt, öffnet mir die Augen zum Verständnis für das Verhalten von vielleicht Millionen von Muslimen: „Heute weiss ich: Islam ist nicht Glaube. Islam ist Identität! Und das war nicht nur bei mir so. Vielleicht ist das bei fast allen Muslimen so!“ Moslem wird man normalerweise nicht, weil man durch Überzeugung und auf der Suche nach Erlösung zu Mohammeds Lehre und somit zum Islam gestossen ist (Ausnahmen mögen auch hier die Regel bestätigen). Man ist Moslem, weil man als Moslem geboren wurde. Oder, wie zum Beispiel im Kosovo, weil ganze Völker durch die Gewalt des Schwertes zum Islam zwangskonvertiert wurden.

Für Muslime ist Zweifel an ihrer Religion verboten. Im Islam ist es nicht erlaubt, die Glaubwürdigkeit des Korans in Frage zu stellen, die Ehre Mohammeds anzutasten oder an der Allmacht Allahs zu zweifeln. Wagt es trotzdem jemand, muss er in islamischen Ländern mit dem Tod rechnen. Ibn Hamed: „Vieles im Koran ist einfach falsch. Es funktioniert nicht. Es hat keine Logik. Aber weil man als Moslem nicht am Heiligen Koran zweifeln darf, wird er auch nicht hinterfragt. Beweist man Muslimen Fehler im Koran, heisst es: Du darfst Allah nicht beleidigen.“

Es geht um mehr als Religion

Beim Islam geht es nicht um die Frage, ob er als zusätzliche Religion den bunten Strauss religiöser Vielfalt hierzulande erweitern soll oder nicht. Es geht um viel mehr als nur um Religion. Islam bedeutet per Definition Anspruch auf Alleinherrschaft. Politiker, Kirchenführer und selbsternannte Islamkenner müssten diese Tatsache endlich begreifen. Der Generalsekretär des Islamischen Konzils, Ibrahim El-Zayat, sagte über Deutschland: „Durch die Gnade Allahs leben wir in einem der reichsten Länder dieser Erde. (...) Dieses Land ist unser Land und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Mit Hilfe Allahs werden wir es zu unserem Paradies auf Erden machen, um es der islamischen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen“. Dieser Herrschaftsanspruch des Islams sollte bei Diskussionen mit muslimischen Vertretern nie vergessen werden.

Frage an Ibn Hamed: „Warum bist du heute nicht mehr Moslem?“ „Das war ein Prozess. Ich habe ein Buch gelesen.** Sachlich wurden hier Aussagen des Korans und Aussagen der Bibel verglichen. Unmöglich, dachte ich zuerst. Der Koran kann sich nicht irren. Ich habe gelesen und gelesen, habe nachgedacht und bin zum Schluss gekommen. Die Bibel hat recht. Ich habe mich bekehrt. Konvertiert, wie man so schön sagt.“ „Wie haben deine muslimischen Freunde reagiert?“ „Ich wurde zusammengeschlagen. Mitten in Zürich. Drei Tage lag ich auf der Intensivstation.“ „Sagt man nicht, der Islam akzeptiere die Menschenrechte, nach denen jeder seine Religion frei wählen könne?“ Ibn Hamed lacht. „Wie lebt es sich in der Schweiz als Ex-Moslem und überzeugter Christ?“ „Das ist nicht nur einfach. Manchmal habe ich einfach Angst.“

Wir müssen uns die unangenehme Frage stellen, warum sich der Islam in Europa und auch in der Schweiz so rasant ausbreiten kann. Dabei meine ich nicht in erster Linie die Zuwanderung moslemischer Menschen, sondern die Etablierung der islamischen Ideologie, die Forderung nach islamischem Recht (Scharia). Es gibt Schulen, in denen die christlichen Feiertage nicht mehr erwähnt oder gefeiert werden. Aus Rücksicht oder auf Druck der islamischen Schüler und Eltern. In unserem Land fehlt Identifikation. „Wir Christen hätten wie ein Mann aufstehen müssen. Unsere Toleranzbeflissenheit macht uns in den Augen der Moslems doch lächerlich. Sie nehmen nur Gesprächspartner ernst, die an Gott glauben. Und da fehlt es wahrhaftig bei uns“, kritisiert der deutsche evangelische Pfarrer Karl Heinz Happich die Kirche in der laufenden Islamisierung Europas.

Nein zur Ideologie, Ja zum Menschen

Ich bin überzeugt, dass der Islam nur dank eines christlichen Vakuums seinen „Eroberungszug“ fast ungehindert fortsetzen kann. Wir haben in unserem Land unser christliches und jüdisches Erbe weitgehend verspielt und vergessen. Heute glaubt man weitgehend der Propaganda, die uns einen friedlichen Islam verheisst. 1400 Jahre islamischer Geschichte werden ausgeblendet und man vergisst, dass es kein islamisches Land gibt, in dem die christliche Religion ungehindert, öffentlich und in Freiheit praktiziert werden kann. Ich lehne die islamische Ideologie, deren Aussagen im Widerspruch zur Bibel und unseren demokratischen Verfassungen stehen, ab. Der Moslem hingegen ist ein von Gott geliebter Mensch. Für uns Christen gilt ihm gegenüber das Gebot der Liebe, das aber nicht daran hindern darf, die Gegensätze zu benennen. Islam hält in Ketten, sagt ein ehemaliger muslimischer Professor. Es braucht Mut, dieser Not mit der Liebe, die uns Jesus Christus gelehrt hat, zu begegnen. Diesen Mut wünsche ich allen. Dieser Mut sagt klar Nein zur islamischen Ideologie und Ja zum Menschen.

*Name von der Redaktion aus Sicherheitsgründen geändert
**Kurt Beutler: „Zwischen Bomben und Paradies“, Verlag Urs-Heinz Naegeli, 144 Seiten, Fr. 27.80/€ 19.80