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Islam

 
 
 

17.11.2012

Jahrbuch zur Christenverfolgung 2012 ist erschienen

Medienmitteilung BQ (Bonner Querschnitte)


Christen in aller Welt haben am 11. November um Gottes Beistand für bedrängte Glaubensgeschwister gebeten. Sie folgen damit einem Aufruf der Weltweiten Evangelischen Allianz zu einem „Gebetstag für verfolgte Christen“. Die Zahl der Betroffenen liegt nach Schätzungen von Experten bei mindestens 100 Millionen. Über ihre Lage informiert auf fast 350 Seiten das Jahrbuch zur Christenverfolgung „Märtyrer 2012“, das jetzt zum zwölften Mal als idea-Dokumentation erschienen ist. Herausgeber sind die Arbeitskreise für Religionsfreiheit der Evangelischen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Nach einer im September veröffentlichten Studie des Pew-Forschungsinstituts (Washington) werden Christen in 111 Staaten wegen ihres Glaubens diskriminiert. Wie es dazu in dem Jahrbuch heisst, handele es sich dabei meist um Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Als Beispiele werden unter anderem Saudi-Arabien, der Iran, Ägypten und der bei Urlaubern beliebte Inselstaat der Malediven (Indischer Ozean) genannt. In den meisten muslimisch geprägten Staaten sei die Lage für die einheimischen Christen und für die anderen Minderheiten „im günstigsten Fall gleich geblieben – und zwar gleich schlecht“. Am härtesten verfolgt würden Konvertiten, also Christen, die aus muslimischen Familien stammten: „Ihr Glaube wird nicht als private Angelegenheit betrachtet, sondern als Verrat am Islam und als Schande für die Familie.“ Konvertiten, deren Glaubenswechsel entdeckt werde, drohten „schlimmste Sanktionen“ bis hin zum Mord. Dem Jahrbuch zufolge schränken auch Einparteien-Diktaturen sozialistisch-kommunistischer Prägung die Religionsfreiheit von Christen stark ein. Genannt werden die Volksrepublik China, Kuba, Laos, Nordkorea, Vietnam und das neomarxistische Regime in Eritrea. Wie es heisst, sehen totalitäre Regime und religiöse Extremisten in wachsenden christlichen Gemeinden ihre Vormachtstellung, ihr Weltbild oder ihr ideologisches Monopol bedroht.

Religiöser Fanatismus sei die häufigste Ursache für Feindseligkeiten gegenüber christlichen oder anderen Minderheiten. Gewalt gegen Andersgläubige gehe nicht nur von islamischen Extremisten aus. Auch fundamentalistische Hindus verübten seit Jahren in mehreren indischen Bundesstaaten Gewaltverbrechen – vor allem gegen Christen, aber auch gegen Muslime. Dabei reagiere die Mehrheit der betroffenen Christen nicht mit Gegengewalt und werde so für die Täter „zu leichteren Opfern“. Auch buddhistische Extremisten hätten mehrfach Christen physisch angegriffen, insbesondere auf Sri Lanka. Dabei seien Gemeindehäuser und Kirchen verwüstet und Gemeindemitglieder zusammengeschlagen worden.

Der Sprecher für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher, schreibt in dem Jahrbuch, wer im Gebet für bedrängte Christen eintrete, bete immer auch für die Verfolger. Ausserdem erbitten Christen „Kraft für die Verfolgten, ihren Bedrängern und Verfolgern mit Liebe und Segen zu begegnen, nicht mit Ärger, Rachewünschen oder Kreuzzugsgedanken, die früher viel zu oft in der Kirchengeschichte vorherrschten“.

Das Jahrbuch „Märtyrer 2012“ erhalten Sie für 12 Euro (plus Versandkosten) bei idea. Sie können es telefonisch unter 0049-6441-915122 oder per E-Mail aboservice@idea.de bestellen.