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Islam

 
 
 

13.03.2012

Deutsche fordern im Zukunftsdialog Diskussion über den Islam

Bei dem von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Online-Bürgerdialog zur Zukunft Deutschlands hat Thomas Martin mit seiner Forderung nach einer „argumentativen Auseinandersetzung über den Islam“ bisher mit 120‘962 die meisten Stimmen erhalten (Stand 27. März 2012). Martin beklagt, dass das Thema Islam „von Politik und Medien gründlich gemieden“ und Islamkritiker meist „diffamiert“ werden. Die zahlreichen Kommentare zu Martins Vorschlag sprechen in vielen Fällen von konkreten Erlebnissen besorgter Bürger. Der User Micha berichtet am 9. Februar 2012: „Vor der Berlin-Wahl am 17. Sept. im vergangenen Jahr wurden in der ganzen Stadt Wahlplakate überklebt. Auf den Aufklebern stand zu lesen ‚Demokratie ist Haram‘, nebst einem Zitat aus dem Koran.“ Der Bürgerdialog bietet allen Deutschen noch bis Ostern die Möglichkeit, ihren Vorschlag zur Zukunft Deutschlands im Internetforum www.dialog-ueber-deutschland.de einzubringen. Die Initiatoren der zehn bestbewerteten Vorschläge werden ihre Ideen anschliessend in einer persönlichen Begegnung mit der Kanzlerin vorstellen dürfen. Ob die Sorgen der Bürger jedoch ernst genommen werden, bleibt fraglich. Denn während Merkel am 9. Februar 2012 in einer ersten Stellungnahme zu den Ergebnissen des Zukunftsdialogs den Vorschlag Martins mit keinem Ton erwähnte, titelte die Frankfurter Rundschau: „‚Zukunftsdialog‘ wird zur Farce: Die meisten Vorschläge kommen von Piraten, Kiffern, Waffennarren und Islamfeinden.“