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Ehe und Familie

 
 
 

30.12.2012

Benedikt XVI: Förderung der Ehe ist Gebot der Vernunft

„Der Friede ist kein Traum, keine Utopie: Er ist möglich!“, sagte Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag vom 1. Januar 2013. Der Friede sei „messianisches Geschenk und zugleich Ergebnis menschlichen Bemühens“ und setze „einen auf die Transzendenz hin offenen Humanismus voraus“. „Der Friede betrifft die Person in ihrer Ganzheit und impliziert die Einbeziehung des ganzen Menschen. Er ist Friede mit Gott, wenn man gemäss seinem Willen lebt. Er ist innerer Friede mit sich selbst, er ist äusserer Friede mit dem Nächsten und mit der gesamten Schöpfung.“

In Anlehnung an Papst Johannes XXIII., der vor 50 Jahren das Zweite Vatikanische Konzil einberufen hat, sagte Benedikt XVI., dass der Friede hauptsächlich vom Aufbau eines auf Wahrheit, Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit gegründeten Zusammenlebens abhänge. Die wahren Friedensstifter auf Erden seien also diejenigen, „die das Leben in seiner Ganzheit lieben, verteidigen und fördern“. In diesem Kontext hob der Papst neben dem Einsatz für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod auch die natürliche Ehe als unersetzlichen Eckpfeiler einer gerechten Gesellschaftordnung hervor. Wörtlich sagte er: „Auch die natürliche Struktur der Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau muss anerkannt und gefördert werden gegenüber den Versuchen, sie rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen, indem sie ihren besonderen Charakter und ihre unersetzliche gesellschaftliche Rolle verdunkeln. Diese Grundsätze sind keine Glaubenswahrheiten, noch sind sie nur eine Ableitung aus dem Recht auf Religionsfreiheit. Sie sind in die menschliche Natur selbst eingeschrieben, mit der Vernunft erkennbar und so der gesamten Menschheit gemeinsam. Der Einsatz der Kirche zu ihrer Förderung hat also keinen konfessionellen Charakter, sondern ist an alle Menschen gerichtet, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. Solch ein Einsatz ist um so nötiger, je mehr diese Grundsätze geleugnet oder falsch verstanden werden, denn das stellt eine Beleidigung der Wahrheit des Menschen dar, eine schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens.“