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Ehe und Familie

 
 
 

06.11.2012

Hunderttausende Spanier fordern Abtreibungsverbot

Während die konservative Regierung Spaniens ein verschärftes Abtreibungsgesetz vorbereitet, welches die generelle Fristenregelung durch eine Indikationslösung (Erlaubnis bei bestimmten Gründen) ersetzen will, gingen am 8. Oktober 2012 in 60 Städten Spaniens 500‘000 Menschen mit der Forderung „Ja zum Leben, null Abtreibungen“ für ein gänzliches Verbot der Abtreibung auf die Strasse. Allein in Madrid nahmen 300‘000 Demonstranten am „Internationalen Marsch für das Leben“ teil. Dies berichteten spanische sowie ausländische Zeitungen aus katholischem Umfeld, während die übrigen europäischen Quellen die Zahl auf 2‘000 Teilnehmer herunterspielten oder das Ereignis zumeist ganz verschwiegen. HazteOir.org, eine führende Lebensrechtsbewegung Spaniens, hat kürzlich die Online-Petition Aborto cero – Null Abtreibungen (abortocero.org) lanciert, welche der Regierung folgenden Gesetzestext vorschlägt: „Einziger Artikel. Jedes menschliche Leben ist genau vom Zeitpunkt der Empfängnis an zu schützen. Der Staat trägt Sorge dafür, dass das Lebensrecht eines jeden Menschen ohne jede Art der Diskriminierung geschützt wird.“ Mit der rhetorischen Frage: „Was meinst du, wie viele Abtreibungen es in Spanien verträgt: 113‘000, 80‘000, 20‘000?“, bringt HazteOir zum Ausdruck, dass eine Verschärfung der Zulassungsbedingungen nicht genüge, weil die „Abtreibung die grausame und gewaltsame Tötung eines Menschen“ sei. Erklärtes Ziel sind eine Million Unterschriften, von denen die ersten 100‘000 bereits dem Justizdepartement übergeben worden sind.