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Ehe und Familie

 
 
 

06.03.2012

Grossbritannien: empfängnisverhütende Implantate bei Teenagern

Im britischen Southampton haben neun Schulen an einer Aktion für das Einsetzen von hormonalen Implantaten bei 13-jährigen weiblichen Teenagern teilgenommen. Dabei handelt es sich um kleine Plättchen, die unter der Haut auf der inneren Seite des Arms angebracht werden. Die Aktion erfolgte im Rahmen einer Kampagne, die seit 2009 im Auftrag der Regierung durch den Solent NHS Trust ausgeführt wird, einer Vereinigung für Ersthilfe der Stadt Southampton, um gegen Schwangerschaften bei Teenagern anzugehen: Diese Kampagne wurde unter grösstem Stillschweigen realisiert, die Eltern der betroffenen Teenager erfuhren erst im Nachhinein von dieser Aktion. Gemäss eines Sprechers der Solent NHS halte dieses Projekt alle Normen ein, die Ausführung obliege speziell ausgebildetem Personal, und den Minderjährigen, welche diesen sexuellen Gesundheitsdienst in Anspruch nehmen, wird „eine hohe Bewertung der Risiken“ garantiert (!). Für viele Eltern war die Überraschung gross, als sie die Spuren des kleinen chirurgischen Eingriffs bei ihren Töchtern entdeckten, ohne dass sie im Voraus informiert worden waren. Es scheint, dass die Teenager bloss einen medizinischen Fragebogen auszufüllen hatten, um die Implantation der empfängnisverhütenden Substanz auszulösen. Der Labour-Abgeordnete Alan Whitehead aus Southampton wurde nun beauftragt, die Hintergründe dieser Affäre gründlich abzuklären, im Hinblick darauf, dass „diese empfängnisverhütenden Implantate einen chirurgischen Eingriff erfordern, der unter strengen Bedingungen erfolgen muss. Ich bin nicht sicher, ob die angebotenen Dienste dieses Niveau garantieren, und das ist es genau, was ich herausfinden will.“, erklärte der Abgeordnete in der Tageszeitung „Avvenire“ vom 7. Februar 2012.

Diese Geschichte lädt uns ein, nicht nur darüber nachzudenken, wie weit es mit der moralischen Entwicklung innerhalb unserer Gesellschaft gekommen ist, in der junge Menschen dazu veranlasst werden, sexuelle Beziehungen in frühem Alter einzugehen – und das völlig ungeordnet, indem einfach alle Regeln über Bord geworfen werden. Sie lädt uns auch ein, insbesondere über die Verfügungsfreiheit nachzudenken, welche die Institutionen gegenüber unseren Kindern in Anspruch nehmen, wodurch die elterliche Autorität ersetzt werden soll und gewaltsam und durch Täuschung Verfall und Unmoral gefördert werden.

Die Programme für sexuelle Ausbildung, die in den Schulen zahlreicher Länder eingeführt wurden, gehören übrigens in die gleiche Kategorie: Sexuelle Umerziehung, weit entfernt von der Kontrolle der Eltern und in die Praxis umgesetzt als ganz gewöhnliche Ausbildungsschritte. Das ist das gegenwärtige Gesicht der relativistischen Gesellschaft, die sich ihrem Ziel annähert: die Menschheit in einen totalen moralischen Verfall zu führen. (A.D.M.)

Quelle: Correspondence Européenne 247/05