Religionszugehörigkeit und Schulbildung

Juden und Christen kommen weltweit im Durchschnitt auf die meisten Jahre Schulbildung. Dies ist das Ergebnis einer im Dezember 2016 veröffentlichten Studie des Pew Research Center zum Thema Religion und Schulbildung. Die Weltbevölkerung geht durchschnittlich 7,7 Jahre zur Schule. Juden kommen mit 13,4 Schuljahren auf den höchsten Wert. Christen gehen 9,3 Jahre zur Schule, Konfessionslose 8,8 Jahre. Buddhisten gehen 7,9 Jahre zur Schule. Muslime und Hindus kommen mit je 5,6 Jahren auf den geringsten Wert. Die am besten gebildeten Religionen weisen auch die geringsten Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf. Während es bei den Juden gar keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt, gehen bei Christen Mädchen durchschnittlich 0,4 Jahre weniger zur Schule. Bei den Konfessionslosen sind es 0,8 Jahre, bei Buddhisten 1,1, bei Muslimen 1,5 und bei den Hindus 2,7 Jahre. Der globale Durchschnitt liegt hier bei 1,1 Jahren. Interessant ist auch die Feststellung, dass Bildungsunterschiede zwischen den Religionsgruppen auch innerhalb einer Region auftreten. In Subsahara-Afrika z.B. haben Christen durchschnittlich die bessere Schuldbildung als Muslime. Die Studie beruht auf Daten aus 150 Länder aus dem Jahr 2010.