22 Prozent der Bevölkerung lebt von der Hand in den Mund

Das Bundesamt für Statistik veröffentlichte Anfang April 2017 neue Ergebnisse zur finanziellen Situation der Haushalte in der Schweiz sowie zu ungünstigen Lebensbedingungen und Wohlbefinden. Basis der Ergebnisse ist die Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC) von 2015.

2015 waren in der Schweiz 21,7% der Bevölkerung nicht in der Lage, innerhalb eines Monats eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu tätigen. Mit einem Anteil von 46,1% waren Alleinerziehende bei weitem am häufigsten betroffen, gefolgt von 27,1% der alleinlebenden Personen unter 65 Jahren und 24,0% der Paare mit einem oder mehreren Kindern. Kinderlose Paare unter 65 Jahren waren lediglich zu 12,2% betroffen.

Alleinerziehende waren besonders benachteiligt; nicht nur in Bezug auf die finanzielle Situation, prekäre Wohnverhältnisse und materielle Entbehrungen, sondern auch durch Unzufriedenheit mit ihren persönlichen Beziehungen oder ihrem jetzigen Leben.